Bierhefe gegen Zecken: Natürliche Abwehr für Hunde und Katzen?

Zecke auf Grashalm

 

Portrait Autor Sonja Tretter

  Autor: Sonja Tretter
  Lesedauer: 6 Min.

 

Zecken sind für Hunde- und Katzenbesitzer besonders im Sommer ein lästiges Problem. Zahlreiche chemische und natürliche Mittel sollen die Zecken von den Vierbeinern fernhalten. Auch Bierhefe soll neben vielen gesundheitlichen Wirkungen auf Hunde und positiven Auswirkungen bei Katzen ebenfalls gegen Zecken helfen. 

Wie genau Bierhefe zur Zeckenabwehr eingesetzt werden kann, erfährst du in diesem Beitrag. Es geht um die Problematik chemischer Zeckenmittel, die Wirkungsweise und Zuverlässigkeit von Bierhefe sowie die Gefahren, die Zecken für Hunde und Katzen bergen.


Bierhefe als natürliches Mittel gegen Zecken

Bei den verbreiteten Mitteln zum Schutz vor Zecken bei Hund und Katze handelt es sich um chemisch hergestellte Produkte. Meistens kommen sie in Form von Spot-Ons vor, die man auf die Haut aufträgt. Auch Halsbänder gegen Zecken sind verbreitet. Die in diesen Mitteln meist enthaltenen Insektizide töten Zecken innerhalb kurzer Zeit ab und wirken so effizient zur Vorbeugung und Behandlung von Zeckenbefall.

Allerdings sind sie nicht für sehr junge oder geschwächte Tiere geeignet. Auch bei gesunden Hunden und Katzen sind diese Mittel mit Vorsicht anzuwenden. Die Zeckenmittel kommen mit vielen Nebenwirkungen. Dass die Hunde oder Katzen das Mittel innerlich aufnehmen, sollte vermieden werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Tiere die Stelle mit ihrer Zunge möglichst nicht erreichen können. Eine besondere Gefahr besteht, wenn deine Katze das Zeckenhalsband deines Hundes abgeschleckt. In Hundehalsbändern sind nämlich meistens Pyrethroide enthalten, die bei deiner Katze gravierende gesundheitliche Probleme hervorrufen können.

Eine Alternative zu chemischen Mitteln stellen natürliche Produkte zur Zeckenabwehr dar. Neben Produkten wie Kokos- und Schwarzkümmelöl wird auch der Bierhefe eine abweisende Wirkung gegen Zecken zugeschrieben. Im Vergleich zu chemischen Zeckenmitteln birgt sie keine gesundheitlichen Risiken für Hund und Katze.

So wirkt Bierhefe gegen Zecken

Die Wirkungsweise von Bierhefe ist bei Hunden und Katzen ähnlich. In Bierhefe sind zahlreiche B-Vitamine enthalten. Bei der Aufnahme sorgen diese für eine Anregung des Stoffwechsels der Haut bei Hund und Katze. Das führt wiederum zu einem gesunden Hautmilieu bei deinem Tier. Die B-Vitamine lagern sich in der Haut ab und Zecken werden durch den Geruch abgeschreckt.

Dadurch wirkt die Bierhefe schon  vorbeugend einem Befall durch Zecken entgegen. Wenn eine Zecke doch ins Fell des Tiers gelangt, hält der Geruch sie vom Festbeißen ab. Für Menschen dagegen ist der Geruch, den die Bierhefe auslöst, nicht wahrnehmbar. Bei einer regelmäßigen Verabreichung kann Bierhefe somit als Alternative zu chemischen Zeckenmitteln Einsatz finden.

 

Wie wirksam ist Bierhefe gegen Zecken wirklich?

Natürliche Zeckenmittel können nie einen hundertprozentigen Schutz gegen Zeckenbisse gewährleisten. Das können chemische Mittel aber ebenso wenig, zumal Zecken gegen bestimmte Pestizide Resistenzen entwickeln. Zusätzlich zum Einsatz von zeckenabwehrenden Mitteln sollte bei Hunden und Katzen also regelmäßig auf Zecken im Fell kontrolliert werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit von Bierhefe gegen Zecken fehlen leider. Sie ist also nicht offiziell nachgewiesen. Dafür berichten aber zahlreiche Besitzer von Katzen und Hunden von einer deutlich wahrnehmbaren Wirkung des Mittels gegen Zecken. Viele Tierbesitzer beobachten nach einiger Zeit der Fütterung von Bierhefe keine Zecken mehr bei ihrem Haustier. Bei anderen Tieren sind nur noch einzelne Zecken zu finden, die häufig noch nicht festgebissen sind. Am besten probierst du also einfach selbst aus, wie gut Bierhefe zur Zeckenabwehr bei deinem Hund oder deiner Katze funktioniert.


Wieso Zecken für Hund und Katze so gefährlich sind

Hund und Katze im Gras
Zecken stellen für Hund und Katze eine Gefahr dar. Bierhefe kann schon vorbeugend gegen einen Befall helfen. (Bildquelle: Pixabay)

Zeckenbisse sind nicht nur störend, weil sie jucken und sich entzünden können. Es besteht zusätzlich die Gefahr, dass durch eine Zecke Krankheiten auf deinen Hund oder deine Katze übertragen werden.

Während beim Menschen vor allem die Gefahr einer Übertragung von Borreliose oder FSME besteht, können bei deinem Haustier auch noch viele andere Krankheitserreger durch einen Zeckenbiss weitergegeben werden.

Bei Hunden tritt FSME sehr selten auf. Dafür kann ein Zeckenbiss Borreliose, Babesiose oder Anaplasmose nach sich ziehen. Auch eine Infektion mit Ehrlichiose ist zwar selten aber möglich. Viele dieser Krankheiten können schwere Verläufe haben und müssen intensiv behandelt werden. Im schlimmsten Fall können sie chronische Schäden auslösen oder zum Tod des Hundes führen.

Bei Katzen ist eine Übertragung von Krankheiten durch Zecken deutlich seltener der Fall als bei Hunden. Trotzdem können auch hier Borreliose, Babesiose und Anaplasmose ausgelöst werden.

  • Borreliose wird durch die Bakterien Borrelien ausgelöst und kann bei Tieren zu Gelenkentzündungen führen. Auch allgemeine Krankheitssymptome wie Müdigkeit oder Fieber können Folge dieser Erkrankung sein.
  • Babesiose ist auch unter dem Namen „Hundemalaria“ bekannt. Bei einer Infektion treten häufig hohes Fieber und wiederkehrende Fieberschübe auf. Die Krankheitserreger zerstören hier die roten Blutkörperchen des Tiers, die unter anderem für den Transport von Sauerstoff im Körper zuständig sind.
  • Bei der Anaplasmose befallen die Krankheitserreger die weißen Blutkörperchen des Tiers. Das führt häufig zu Fieber sowie Gelenkentzündungen und Blutungen. Meist ist der Verlauf der Krankheit sehr langwierig und die Symptome treten in Abständen immer wieder auf.
  • Die Ehrlichiose ist eine durch Zecken übertragene Krankheit, die in letzter Zeit vermehrt auch in Deutschland auftritt. Hier werden ebenfalls die weißen Blutkörperchen angefallen. Nach einiger Zeit führt die Erkrankung neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber und Leistungsabfall häufig zur Schwellung von Milz und Lymphknoten.

Fazit

Bierhefe kann bei Katzen und Hunden zum Schutz vor Zeckenbissen angewandt werden. Die enthaltenen B-Vitamine verändern den Geruch der Haut so, dass Zecken ferngehalten werden. Der Nachweis der Wirksamkeit beruht jedoch allein auf Erfahrungsberichten und ist nicht nachgewiesen. Auch kann grundsätzlich kein Zeckenmittel, egal ob chemisch oder natürlich, einen vollkommenen Schutz vor Zecken garantieren.

Wusstest du, dass Bierhefe neben B-Vitaminen noch zahlreiche weitere Inhaltsstoffe hat, die gut für die Gesundheit von Hund und Katze sind? Welche Vitamine und Nährstoffe in Bierhefe auch noch enthalten sind, erfährst du hier.

Willst du Bierhefe zur Abwehr von Zecken bei deinem Hund oder deiner Katze gerne ausprobieren? Unsere flüssige Wolfsbacher Natur Bio Bierhefe ist dazu bestens geeignet. Du kannst sie einfach täglich über das Futter deines Haustiers träufeln und hoffentlich schon nach wenigen Tagen erste Erfolge beobachten.

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