Wichtige Nährstoffe und Öle für den Hund

Wichtige Nährstoffe und Öle für den Hund

Wichtige Nährstoffe und Öle für deinen Hund

 

 Eiweiß/Protein

Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff, der sich vor allem in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten befindet. Im Verdauungstrakt werden Proteine in ihre Einzelbestandteile, die Aminosäuren aufgespalten.

Von diesen gibt es 20 Stück, die am Aufbau von körpereigenen Zellen, Hormonen und Organen beteiligt sind. Einige Aminosäuren kann der Körper selber herstellen, andere müssen stets über die Nahrung zugeführt werden. Daher ist die Aufnahme von proteinreichen Nahrungsmitteln enorm wichtig.

Die tägliche Zufuhr sollte bei etwa 2 bis 6 g je kg Körpergewicht liegen, je nach Auslastung des Hundes. Die jeweilige Eiweißmenge der Nahrungsmittel kann verschiedenen Tabellen entnommen werden.

 

Zucker/Kohlenhydrate

Zucker ist ebenfalls ein Bestandteil verschiedener Nahrungsmittel, wie Getreide, Obst und Gemüse, der dem Körper als wichtigste Energiequelle dient. Kohlenhydrate bestehen aus verschiedenen Einzelzuckern, die uns zum Beispiel als Traubenzucker (Glucose) oder Fruchtzucker (Fructose) bekannt sind.

Im Verdauungstrakt werden die Kohlenhydrate in ihre Einzelbestandteile zerlegt und über den Blutkreislauf zu den verschiedenen Organen transportiert. Dort werden sie als Energiequelle verbrannt.

Wichtigster Abnehmer ist das Gehirn, dass ohne die Zufuhr von Zucker nicht arbeiten kann. Deshalb ist die Aufnahme von kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln ebenfalls sehr wichtig. Für Notzeiten wird Zucker in der Muskulatur eingespeichert, damit der Körper jederzeit auf Reserven zurückgreifen kann.

Die tägliche Zufuhr von Kohlenhydraten sollte bei mindestens 20 Prozent des Tagesbedarfs liegen. So wird die optimale Versorgung des Hundes mit Energie abgesichert.

 

Fette/Lipide

Fette finden sich in fast allen Nahrungsmitteln, zum Beispiel Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Im Verdauungstrakt werden die Lipide in ihre Einzelbestandteile zerlegt, die sogenannten Fettsäuren.

Gerade die ungesättigten Fettsäuren sind an vielen wichtigen Funktionen im Körper beteiligt, wirken sich zum Beispiel positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Fette dienen dem Körper aber auch als Schutzpolster, in Form von Fettdepots.

So können zum Beispiel wichtige Organe und Knochen vor Verletzungen geschützt werden. Außerem dient Fett ebenfalls als Energielieferant, da der Körper in der Lage ist, Fettsäuren in Zucker umzuwandeln.

Der tägliche Zufuhr von Fett sollte bei 15 bis 25 Prozent des Tagesbedarfs liegen. In diesem Bereich liegt die optimale Versorgung, ohne das Risiko einer Fettleibigkeit.

 

Vitamine und Mineralstoffe

Mineralstoffe und Vitamine kommen in verschiedenen Nahrungsmitteln vor und sind ein wichtiger Bestandteil der täglichen Fütterung. Sie erhalten die Gesundheit des Tieres und sorgen für einwandfreie Körperfunktionen.

Wichtigster Lieferant von Vitaminen und Mineralstoffen sind Obst, Gemüse, Kräuter, Fleisch und Fisch sowie Milchprodukte. Da nicht alle Vitamine und Mineralstoffe in allen Lebensmitteln enthalten sind, ist die richtige Verteilung, über den Zeitraum einer Woche wichtig.

Welche Stoffe in welcher Menge benötigt werden, kann ein Tierarzt mit Hilfe des Blutbildes feststellen. Dieser legt offen, ob das Tier einen Mangel an bestimmten Mineralien oder Vitaminen hat.

Die Fütterung von Nahrungsergänzungsmitteln ist natürlich ebenfalls möglich, falls der Bedarf nicht über die tägliche Ernährung abgedeckt werden kann.

 

Öle

Die tägliche Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren ist enorm wichtig. Diese finden sich jedoch nicht in Fleisch und Milchprodukten, sondern vor allem in Fisch oder hochwertigen Ölen.

Da die tägliche Fütterung von Fisch jedoch nicht zu empfehlen ist, bietet sich die Versorgung mit Ölen an. Im Schnitt reicht ein halber Teelöffel Öl je 10 kg Körpergewicht pro Tag aus. Viel hilft in diesem Fall nicht, da sich dies negativ auf das Gewicht des Hundes auswirken kann.

 

Lachs- und Leinöl

Diese beiden Öle verfügen über einen hohen Anteil der mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Diese können das Risiko einer Allergie senken und beugen trockener Haut vor. Gleichzeitig wird das Verdauungssystem und das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflusst. Lachsöl wird zudem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

 

Hanf- und Olivenöl

Oliven- und Hanföl besitzen eine gute Mischung aus den wichtigen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Omega-6-Fettsäuren besitzen ebenfalls positive Wirkungen auf den Körper. Wichtig ist, dass die Öle in nativer und kaltgepresster Form gefüttert werden. Nur so ist die optimale Versorgung gewährleistet.

 

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl verfügt ebenfalls über die wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Zudem besitzt es aber auch eine vitalisierende Wirkung und soll bei regelmäßiger Fütterung vor Zecken schützen. Die Gabe des Öls sollte jedoch in Maßen erfolgen, da Schwarzkümmelöl eine negative Wirkung auf die Leber hat. Daher ist es ratsam, zunächst einen Tierarzt um Rat zu fragen.

Weitere Beiträge

0 Kommentar

Kommentar hinterlassen

Alle Blog-Kommentare werden vor der Veröffentlichung überprüft