Ernährungsmythos #17: Warum Hunde Gras fressen
Grasfressen beim Hund – harmlos oder Hinweis auf ein Problem?
Beim Spaziergang bleibt der Hund plötzlich stehen, senkt den Kopf – und beginnt, Gras zu fressen.
Viele Hundehalter reagieren instinktiv besorgt: „Ihm ist bestimmt übel.“
Doch stimmt das wirklich?
Oder ist Grasfressen oft einfach ein ganz normales Verhalten?
Ein häufiges Verhalten – und meist harmlos
Zunächst die gute Nachricht: Grasfressen ist bei Hunden weit verbreitet und in vielen Fällen völlig unproblematisch.
Beobachtungen zeigen, dass viele Hunde regelmäßig Gras fressen, ohne danach Anzeichen von Unwohlsein zu zeigen oder sich zu übergeben. Das Verhalten allein ist also kein Grund zur Sorge.
Warum fressen Hunde Gras?
Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein – und nur selten steckt tatsächlich Übelkeit dahinter.
Instinktives Verhalten
Schon die Vorfahren unserer Hunde nahmen pflanzliche Bestandteile zu sich. Für viele Hunde gehört Grasfressen einfach zum natürlichen Erkundungsverhalten.
Neugier und Beschäftigung
Gerade junge oder aktive Hunde nutzen Grasfressen als eine Form der Beschäftigung – ähnlich wie Schnüffeln oder Kauen.
Stress oder innere Unruhe
In ungewohnten Situationen kann Grasfressen eine Übersprungshandlung sein und helfen, Anspannung abzubauen.
Verdauung und Bauchgefühl
Manche Hunde fressen Gras, wenn der Magen arbeitet oder sich ein leichtes Unwohlsein ankündigt. Das bedeutet nicht automatisch Übelkeit, sondern eher ein Bedürfnis nach Regulation.
Wann sollte man genauer hinschauen?
Grasfressen kann ein Hinweis auf ein Problem sein – allerdings nur unter bestimmten Umständen.
Achte besonders darauf, wenn:
-
dein Hund sehr häufig oder hastig Gras frisst
-
regelmäßig Erbrechen folgt
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zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit oder Unruhe auftreten
-
das Verhalten plötzlich neu oder deutlich stärker wird
In diesen Fällen können Stress, eine empfindliche Verdauung oder eine unausgewogene Ernährung eine Rolle spielen.
Welche Rolle spielt die Ernährung?
Die Ernährung beeinflusst das Bauchgefühl deines Hundes maßgeblich. Schwer verdauliche Zutaten, unregelmäßige Fütterungszeiten oder ein Ungleichgewicht im Darm können dazu führen, dass Hunde versuchen, selbst zu regulieren.
Wichtig sind:
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gut verdauliche Inhaltsstoffe
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regelmäßige Mahlzeiten
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eine ausgewogene Zusammensetzung
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eine stabile Verdauung
Eine gesunde Darmbalance trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei – und kann übermäßiges Grasfressen reduzieren.
Fazit
Nicht jedes Grasbüschel ist ein Warnsignal. In vielen Fällen ist Grasfressen ein normales, instinktives Verhalten.
Beobachte deinen Hund aufmerksam:
-
Wirkt er ansonsten fit und ausgeglichen, ist Grasfressen meist harmlos.
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Treten zusätzliche Symptome auf, lohnt sich ein genauer Blick.
Mit einer passenden Ernährung, Ruhe im Alltag und etwas Gelassenheit bleibt der Spaziergang das, was er sein soll: eine entspannte Zeit für Mensch und Hund.
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